Bremsmodule (DC) – FAQ – Häufig gestellte Fragen
- Warum haben Bremsmodule üblicherweise drei Gleisabschnitte: Übergangsabschnitt, Bremsabschnitt, Stoppabschnitt?
- Kann ich bei einem Bremsmodul mit drei Gleisabschnitten auf den Stoppabschnitt verzichten?
- Warum brauchen die bogobit Bremsmodule Classic und Oneway weder Übergangs- noch Stoppabschnitt?
- Brauche ich mit einem bogobit Bremsmodul Classic oder Oneway also keinen Stoppabschnitt?
- Wie steuere ich ein bogobit Bremsmodul Classic an?
- Wie bediene ich ein bogobit Bremsmodul Oneway?
- Ich möchte ein Signal mit einem Bremsmodul ausstatten. Die Lok soll in Gegenrichtung stets am Signal vorbeifahren.
- An der Lok ist ein innenbeleuchteter Wagen angekuppelt. Im Bremsbereich des bogobit Bremsmoduls beschleunigt die Lok kurzzeitig. Warum?
- Mit der Zentraleinheit kann ich zwei eigenständige Loks zu einer Doppeltraktion verbinden. Funktioniert ein Bremsmodul auch für eine solche Doppeltraktion?
- Ich fahre einen Wendezug mit Steuerwagen voraus, ich habe aber keine Schleiferumschaltung. Hält der Zug mit dem Steuerwagen vor dem Signal?
- Eine Lok im Bremsbereich reagiert nicht auf Steuerbefehle der Zentraleinheit!
- Wozu braucht man Bremsmodule - Kann ich nicht einfach einen Gleisabschnitt stromlos schalten?
- Die Lok bremst korrekt ab. Aber wenn ich die Anlage aus- und später wieder einschalte, fährt die Lok mit vollem Tempo rückwärts los. Warum?
- Warum geht bei manchen Loks im Bremsabschnitt die Stirnbeleuchtung aus?
Warum haben Bremsmodule üblicherweise drei Gleisabschnitte: Übergangsabschnitt, Bremsabschnitt, Stoppabschnitt?
Im Bremsmodul (nach dem Funktionsprinzip: Bremsen bei Gleichspannung) wird negative Gleichspannung erzeugt und in den Bremsabschnitt eingespeist. Bei Einfahrt der Lok in den Bremsabschnitt würde, wenn auch nur kurzzeitig, bei Mittelleitergleis der Schleifer der Lok den Mittelleiter des normalen Fahrtgleises (mit Digitalspannung) mit dem Mittelleiter des Bremsabschnitts (mit Gleichspannung) überbrücken und so einen Kurzschluss erzeugen. Bei Zweileitergleis passiert das in gleicher Weise durch die elektrisch verbundenen Räder der Lok. Dies gilt auch, wenn Wagen mit einem Schleifer ausgestattet sind, oder den Strom über mehrere Räder aufnehmen (z. B. für eine Innenbeleuchtung). Der Übergangsabschnitt an der Einfahrt und der Bremsabschnitt oder Übergangsabschnitt an der Ausfahrt vermeiden solch einen Kurzschluss.
Kann ich bei einem Bremsmodul mit drei Gleisabschnitten auf den Stoppabschnitt verzichten?
Eigentlich nicht. Ohne Stoppabschnitt würde der Bremsabschnitt direkt an ein normales Fahrtgleis angrenzen. Überfährt nun eine Lok diese Stelle (z. B. weil der Bremsweg des Decoders zu lange eingestellt ist, oder weil die Lok aus der anderen Richtung einfährt), so überbrückt der Schleifer kurzzeitig den Mittelleiter des normalen Fahrtgleises (mit Digitalspannung) mit dem Mittelleiter des Bremsabschnitts (mit Gleichspannung) und erzeugt so einen Kurzschluss. Bei Zweileitergleis gilt das in gleicher Weise durch die elektrisch verbundenen Räder der Lok. Dies kann ein konventionelles Bremsmodul zerstören!
Wenn Sie auf den Stoppabschnitt verzichten wollen, so müssen Sie ihn durch einen Übergangsabschnitt ersetzen. D. h. vor und nach dem Bremsabschnitt muss ein Übergangsabschnitt sein. Beide Übergangsabschnitte sind elektrisch miteinander verbunden und werden an dem (einen) Anschluss für den Übergangsabschnitt angeschlossen.
Warum brauchen die bogobit Bremsmodule Classic und Oneway weder Übergangs- noch Stoppabschnitt?
Auch die bogobit Module Classic und Oneway erzeugen eine Gleichspannung für den Bremsabschnitt. Bei der Einfahrt einer Lok wird die Trennstelle im Gleis zwischen normalem Fahrtgleis (mit Digitalspannung) und Bremsabschnitt (mit Gleichspannung) überbrückt. Dies ist aber kein Kurzschluss, da das bogobit Bremsmodul den Strom sofort auf ein sehr geringes Maß begrenzt.
Brauche ich mit einem bogobit Bremsmodul Classic oder Oneway also keinen Stoppabschnitt?
Eigentlich nicht, vielleicht aber doch: Ein bogobit Bremsmodul funktioniert auch ohne Stoppabschnitt einwandfrei. Wenn Sie aber Loks mit Decodern haben, die nicht auf die Bremsspannung reagieren, oder deren Bremsweg zu lange eingestellt ist, so dass sie über den Bremsabschnitt hinausfahren, dann ist es sinnvoll, einen Stoppabschnitt einzurichten. Das bogobit Bremsmodul Classic stellt hierfür einen potenzialfreien Schaltkontakt zur Verfügung, über den ein Stoppabschnitt einfach eingerichtet und angeschlossen werden kann. Beim bogobit Bremsmodul Oneway sind Stoppabschnitte nur mit zusätzlichem Schaltungsaufwand und Elektronik-Fachkunde (Löten erforderlich) möglich.
Wie steuere ich ein bogobit Bremsmodul Classic an?
Ein bogobit Bremsmodul Classic bistabil wird angesteuert wie eine normale Weiche. Einen Weichen-Doppelspulenantrieb schließen Sie an einen Weichendecoder an, oder bedienen ihn mit zwei Tastern eines Stellpults. Mit dem bogobit Bremsmodul Classic bistabil machen Sie das genauso.
Ein bogobit Bremsmodul Classic monostabil wird angesteuert wie z. B. eine Beleuchtung. Eine schaltbare Hausbeleuchtung schließen Sie an eine Spannungsquelle an und schalten sie über einen Schaltdecoder, oder einen von Hand betätigten Ein/Aus-Schalter. Mit dem bogobit Bremsmodul Classic monostabil machen Sie das auch so. Dies ist z. B. dann sinnvoll, wenn bereits ein Signal vorhanden ist und im Signalantrieb ein Schaltkontakt eingebaut ist. Gewöhnlich würde mit dem Schaltkontakt der Gleisabschnitt stromlos geschaltet. Stattdessen wird nun mit dem Schaltkontakt das bogobit Bremsmodul Classic monostabil angesteuert. Der Gleisabschnitt wird am Bremsmodul angeschlossen. Das Bremsmodul verhält sich automatisch passend zur Signalstellung.
Wie bediene ich ein bogobit Bremsmodul Oneway?
Das Bremsmodul Oneway hat zwei Signaleingänge. So weiß das Bremsmodul für jedes Signal, ob es einen Halt- oder Fahrtbegriff zeigt. Die Signaleingänge des Bremsmoduls werden über den Schaltkontakt im Signalantrieb geschaltet, oder bei einfachen Lichtsignalen parallel an eine Lampe / LED des Signals angeschlossen. Gewöhnlich würde mit dem Schaltkontakt der Signale ein Gleisabschnitt stromlos geschaltet. Stattdessen wird nun mit dem Schaltkontakt das bogobit Bremsmodul Oneway angesteuert. Die Gleisabschnitte werden am Bremsmodul angeschlossen. Das Bremsmodul verhält sich automatisch passend zur Signalstellung. Wenn kein Signal vorhanden ist (z. B. im Schattenbahnhof), muss die Steuerspannung über einen Schaltdecoder erzeugt werden.
Ich möchte ein Signal mit einem Bremsmodul ausstatten. Die Lok soll in Gegenrichtung stets am Signal vorbeifahren.
Auf Zweileitergleis besteht für den Lokdecoder stets eine feste Entsprechung zwischen (Polarität der) Gleisspannung und Fahrtrichtung. Im Analogbetrieb ist das selbstverständlich, das gilt aber genauso für Digitalspannung. Der Lokdecoder kann im Prinzip feststellen, ob die Bremsspannung zur Fahrtrichtung passt, oder entgegengesetzt ist, egal ob Bremsmodule nach dem Prinzip "Bremsen bei Gleichspannung" oder "Bremsen bei asymmetrischer Digitalspannung" verwendet werden. Es ist eine Eigenschaft des Lokdecoders, ob er diese elektrische Eigenschaft auswertet, und wie er sich jeweils verhält. Manche Decoder haben weitere CVs, bei modernen Decodern meist die CV 27, um das richtungsabhängige Bremsen individuell einstellen zu können. Sehen Sie hierzu in der Anleitung Ihres Decoders nach. Das richtungsabhängige Bremsen kann dann einfach im Decoder konfiguriert werden, ein aktives Bremsmodul wird vom Lokdecoder in Gegenrichtung ignoriert.
Auf Mittelleitergleis gibt es keinen Bezug zwischen (Polarität der) Gleisspannung und Fahrtrichtung. Für die Konfiguration der Lokdecoders gilt daher: Bei "Bremsen bei Gleichspannung" muss im Decoder Bremsen sowohl bei negativer, als auch bei positiver Gleichspannung (oder gleichbedeutend: bei Gleichspannung für die entgegengesetzte und für die gleiche Fahrtrichtung) aktiviert sein. Bei "Bremsen bei asymmetrischer Digitalspannung" muss im Decoder das Bremsen sowohl bei positiv reduzierter, als auch bei negativ reduzierter Spannungsamplitude aktiviert sein. Das richtungsabhängige Bremsen kann nur durch Schaltungstechnik im Bremsmodul, oder zusätzlich zum Bremsmodul, realisiert werden. Das bogobit Bremsmodul Oneway hat diese Schaltungstechnik zum richtungsabhängigen Bremsen eingebaut. Das bogobit Bremsmodul ABC-Oneway hat diese Schaltungstechnik zum richtungsabhängigen Bremsen ebenfalls eingebaut: Die Asymmetrie der Digitalspannung wird richtungsabhängig erzeugt; somit ist auch der Einsatz auf Zweileitergleis ohne Einschränkung möglich.
An der Lok ist ein innenbeleuchteter Wagen angekuppelt. Im Bremsbereich des bogobit Bremsmoduls beschleunigt die Lok kurzzeitig. Warum?
Die bogobit Bremsmodule Classic und Oneway, ebenso die bogobit Bremsmodule ABC-Dioden, ABC-Langsamfahrt und ABC-Oneway, brauchen weder Übergangs- noch Stoppabschnitt. Überfährt nun der Schleifer des innenbeleuchteten Wagens bzw. die elektrisch verbundenen Räder die Trennstelle zwischen Fahr- und Bremsabschnitt, dann gelangt Digitalspannung vom normalen Fahrtgleis in den Bremsabschnitt. Während dieses Moments wird die Einspeisung der Bremsspannung unterdrückt, die Lok bekommt normale Digitalspannung und beschleunigt kurzzeitig, bis der Schleifer des Wagens bzw. die elektrisch verbundenen Räder die Trennstelle überfahren haben.
Beim bogobit Standard-Bremsmodul tritt dieser "elektrische Durchrutscheffekt" nicht auf, weil der Übergangsabschnitt, als zusätzlicher Gleisabschnitt zwischen Fahr- und Bremsabschnitt, das verhindert. Jedoch ist es beim Standard-Bremsmodul problematisch, wenn im Zug zwei Schleifer im kurzen Abstand hintereinander vorhanden sind, so dass die Trennstellen beiderseits des Übergangsabschnitts gleichzeitig überbrückt werden. Dies führt dann zu einem Kurzschluss.
Die Problematik wird vermieden oder minimiert, wenn die Wagen mit stromleitenden Kupplungen ausgestattet sind, und die Speisung entweder von der Lok, oder vom letzten Wagen des Zuges erfolgt.
Beim bogobit Bremsmodul Oneway, und ABC-Oneway, wird der "elektrische Durchrutscheffekt" vermieden, wenn das Bremsmodul in der Betriebsart "Bremsen ab dem letzten Abschnitt" betrieben wird. Dann wird auf Bremsen erst umgeschaltet, wenn die Lok (oder der Steuerwagen voraus) den letzten Gleisabschnitt erreicht hat. Dabei werden alle Gleisabschnitte auf Bremsspannung umgeschaltet. Befinden sich in diesem Moment bereits alle Wagen und die Lok in den Gleisabschnitten des Bremsmoduls, kann der Effekt nicht mehr auftreten.
Mit der Zentraleinheit kann ich zwei eigenständige Loks zu einer Doppeltraktion verbinden. Funktioniert ein Bremsmodul auch für eine solche Doppeltraktion?
Es funktioniert einwandfrei mit dem bogobit Bremsmodul Oneway, und ABC-Oneway, wenn das Bremsmodul in der Betriebsart "Bremsen ab dem letzten Abschnitt" betrieben wird. Sobald die erste Lok den letzten Gleisabschnitt erreicht, werden alle Gleisabschnitte auf Bremsen umgeschaltet, alle Loks beginnen also im gleichen Moment zu bremsen.
Mit allen anderen bogobit Bremsmodulen und genauso mit üblichen konventionellen Bremsmodulen ist das Verhalten wie folgt: Die erste Lok fährt in den Bremsabschnitt und will bremsen. Die zweite Lok ist noch im Fahrabschnitt und will die Geschwindigkeit halten. Beide Lokdecoder arbeiten also gegeneinander, was die Decoder und die Antriebe beider Loks einer erhöhten Belastung aussetzt. Die Bremsmodule nehmen davon keinen Schaden.
Ich fahre einen Wendezug mit Steuerwagen voraus, ich habe aber keine Schleiferumschaltung. Hält der Zug mit dem Steuerwagen vor dem Signal?
Ein vorbildgetreuer Stopp des Steuerwagens vor dem Signal ist mit dem bogobit Bremsmodul Oneway, und ABC-Oneway, möglich, wenn das Bremsmodul in der Betriebsart "Bremsen ab dem letzten Abschnitt" betrieben wird. Über einen Stromsensor in der Gleiszuführung erkennt das Modul, wenn der Steuerwagen (oder die Lok) in den letzten Gleisabschnitt einfährt, und schaltet dann das ganze Gleis unter dem Zug auf Bremsspannung um. Der Steuerwagen muss hierfür eine Stromabnahme und einen zumindest geringen Stromverbrauch haben. Dies ist durch eine in der Regel fest installierte Stirnbeleuchtung gewährleistet.
Für alle anderen Bremsmodule lautet die Antwort: Erst die Lok bremst vor dem Signal. Der Steuerwagen ist dann schon weit über das Signal hinausgefahren.
Eine Lok im Bremsbereich reagiert nicht auf Steuerbefehle der Zentraleinheit!
Für Bremsmodule nach dem Prinzip "Bremsen bei Gleichspannung" ist das aus technischen Gründen so: Im Bremsbereich wird keine Digitalspannung mehr ins Gleis eingespeist, sondern Gleichspannung als "Bremsspannung", die keinerlei digitale Steuerinformationen mehr enthält. Die Lok behält den Zustand ihrer Funktionen (z. B. Stirnbeleuchtung, Rauchsatz, Geräusch) unverändert bei. Sie reagiert wieder, wenn der Bremsbereich auf Fahrt gestellt wird.
Bei Bremsmodulen nach dem Prinzip "Asymmetrische Digitalspannung" (ABC) gilt das (je nach Lokdecoder) nicht, und der Lokdecoder reagiert weiterhin auf die Ansteuerung von Lokfunktionen, oder auf Rangierbefehle (z. B. Zurücksetzen vom Signal, ggf. nur bei aktivierter Rangierfunktion).
Wozu braucht man Bremsmodule – Kann ich nicht einfach einen Gleisabschnitt stromlos schalten?
Sicher – das geht auch und ist einfach und billig. Aber an der Lok brennt kein Licht mehr, der Rauchgenerator geht aus, das Soundmodul verstummt. Außerdem bremst eine Lok sehr abrupt bei Einfahrt in den stromlosen Abschnitt, da der (stromlose) Decoder als starke elektrische Bremse auf den Motor wirkt.
Die Umrüstung einer Anlage, die bisher nur einfache, stromlose Abschnitte hatte, kann mit dem bogobit Bremsmodul Classic, oder mit dem ABC-Dioden, mit sehr geringem Aufwand erfolgen, da keine Gleise demontiert werden müssen, keine weiteren elektrischen Isolierungen hinzugefügt werden müssen und keine zusätzlichen Anschlüsse an den Gleisen benötigt werden. Die Umrüstung erfordert nur eine Änderung der Verkabelung unter der Anlage.
Die Lok bremst korrekt ab. Aber wenn ich die Anlage aus- und später wieder einschalte, fährt die Lok mit vollem Tempo rückwärts los. Warum?
Dieses Verhalten kann bei Bremsmodulen nach dem Prinzip "Bremsen bei Gleichspannung" auftreten.
Dieses Verhalten ist typisch für einen Decoder, der keine spezielle Unterstützung für "Bremsen bei Gleichspannung" hat, das Bremsen aber im Zusammenhang mit Analog-Betrieb trotzdem scheinbar richtig macht. Die vom Bremsmodul erzeugte Gleichspannung soll vom Decoder als Auslöser fürs Bremsen interpretiert werden. Manche Lokdecoder mit aktiviertem DC-Analog-Betrieb interpretieren jedoch diese Brems-Gleichspannung als Analogbetrieb mit der entsprechenden Bedeutung "Fahrt mit voller Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung". Da dies einen Richtungswechsel bedeutet, bremsen die Decoder erst mal bis zum Stillstand ab, verzichten dann aber üblicherweise erst mal auf das Beschleunigen in Gegenrichtung. Nach einer Stromunterbrechung, also nach dem Wiedereinschalten der Anlage, hat der Decoder vergessen, dass er früher mal digital fuhr, und vorwärts fuhr. Er erkennt Gleichspannung, also Analogbetrieb, und beschleunigt, der analogen Gleichspannung entsprechend, auf volle Fahrt rückwärts.
Sie müssen den Decoder so konfigurieren, dass er zwar Gleichspannung erkennt, diese aber ausschließlich als Auslöser fürs Bremsen interpretiert. Bei eigentlich allen DCC-Decodern wird der Analogbetrieb primär mit Bit 2 von CV 29 eingestellt. Manche Decoder haben weitere CVs, bei modernen Decodern meist die CV 27, um das Decoderverhalten bei Gleichspannung oder das Bremsen bei Gleichspannung individuell einstellen zu können. Sehen Sie hierzu in der Anleitung Ihres Decoders nach, oder auch in unserer Seite "Decoder-Einstellung".
Bei Bremsmodulen nach dem Prinzip "Asymmetrische Digitalspannung" (ABC) tritt der Effekt nicht auf.
Warum geht bei manchen Loks im Bremsabschnitt die Stirnbeleuchtung aus?
Dieses Verhalten kann bei Bremsmodulen nach dem Prinzip "Bremsen bei Gleichspannung" auftreten.
Dies passiert nur dann, wenn Sie eine Zweileiter-Anlage haben und die Stirnbeleuchtung der Lok am Lokchassis angeschlossen ist. Da im Bremsabschnitt Gleichspannung eingespeist wird, und das Lokchassis elektrisch mit einer Schiene, also einem Pol der Gleichspannung verbunden ist, liegt dann an der Beleuchtung chassisseitig und dekoderseitig der gleiche Pol an, die Beleuchtung bleibt dunkel. Wenn Sie die Lok anders herum aufs Gleis setzen, und damit die Polarität des Lokchassis tauschen, ist das Licht ein (und die Lokbeleuchtung ist stattdessen in der entgegengesetzten Richtung dunkel).
Abhilfe schaffen Sie, indem Sie die Stirnbeleuchtung elektrisch vom Lokchassis isolieren und vollständig am Lokdecoder anschließen.