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SiDemux – Beschreibung der Steuereingänge für verschiedene Betriebsarten

Foto bogobit SiDemux

Der SiDemux besitzt an seiner linken Kante eine 10polige Anschlussreihe. Im Bild oben ist sie als abgewinkelte Stiftleiste zu sehen. Alternativ kann sie auch als Klemmleiste ausgeführt werden. Für den SiDemux sind dies die Versorgungs- und Steuereingänge. Aus dem Zustand dieser Leitungen wird das darzustellende Signalbild abgeleitet. Die Pinbelegung ist wie folgt:

PinBedeutung
1 Versorgungseingang gemeinsamer Pluspol (8 V - 25 V Gleich- oder Wechselspannung)
2 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 1
3 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 2
4 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 3
5 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 4
6 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 5
7 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 6
8 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 7
9 Steuereingang (Minuspol) für LED-Funktion 8
10 Versorgungseingang Minuspol für Stromversorgung (je nach Anwendungsfall optional)

Die folgenden Tabellen zeigen, welche Pins angeschlossen werden müssen und wie diese Pins beschaltet werden müssen, um ein bestimmtes Signalbild darzustellen. Die Tabellen sind als Matrix zu interpretieren. Jeder Steuerpin hat eine eigene Zeile. Jedes Signalbild hat eine eigene Spalte. Die Bedeutung eines Matrixelements ist stets wie folgt:

  X  besagt, dass dieser Pin mit dem Minuspol verbunden werden muss
. besagt, dass dieser Pin nicht mit dem Minuspol verbunden werden darf
e besagt, dass es egal ist, ob dieser Pin mit dem Minuspol verbunden ist

Durch diese dreiwertige Auswertelogik (ein Pin muss mit minus verbunden sein, oder nicht mit minus verbunden sein, oder es ist egal wie er verbunden ist) werden beliebige Zustandskombinationen der Steuereingänge stets in ein sinnvolles, gültiges Signalbild umgesetzt.

H/V Hauptsignale

Pin 2 (rot rechts) X . . . . .
Pin 3 (grün) e X e e . .
Pin 4 (gelb) e . X e . .
Pin 5 (weiß) e . . X . .
Pin 6 (rot links) e e e e X .
SignalbegriffHp00Hp1Hp2Hp0/Sh1Hp0(unverändert)
Bild Ausfahrsignal
Bild Einfahrsignal
Bild Blocksignal

Die an den Pins 7, 8 und 9 anliegende Spannung ist für den Hauptsignalbegriff nicht relevant.

Wie die Tabelle zeigt, entspricht Pin 2 der roten LED (beim Ausfahrsignal der rechten roten LED).
Pin 3 entspricht der grünen LED.
Pin 4 entspricht der gelben LED.
Pin 5 entspricht den beiden weißen LEDs.
Pin 6 entspricht der zweiten roten LED.

Bei einem Blocksignal wird nur der Pin 2 und 3 angeschlossen.
Bei einem Einfahrsignal wird der Pin 2, 3 und 4 angeschlossen.
Bei einem Ausfahrsignal werden die Pins 2 bis 6 angeschlosse.

Die Pins werden so ausgewertet, dass nur gültige Signalstellungen resultieren. Es ist beispielsweise nicht möglich, die rote und grüne LED gleichzeitig aufleuchten zu lassen.

Der Wechsel von einem Signalbild zum anderen erfolgt vorbildgetreu mit einem langsamen Ausblenden des bisherigen Signalbildes, gefolgt vom Einblenden des neuen Signalbildes.

Ist keiner der Pins angeschlossen, bleibt der bisherige Signalbegriff stehen. Somit kann die Ansteuerung wahlweise mit Momentkontakten (Weichenstellpult, Reedkontakte, Weichendecoder) oder mit Dauerkontakten (Kippschalter, Stufenschalter, Schaltdecoder, Signaldecoder, Relaiskontakt) erfolgen. Beachten Sie jedoch, wie im vorigen Kapitel "Anschlüsse des bogobit SiDemux" beschrieben, die Polarität: Pin 1 ist der Pluspol, Pins 2 bis 9 sind der Minuspol. Es ist daher möglicherweise nicht jeder Digitaldecoder zur Ansteuerung geeignet.

Technisch wäre auch die Darstellung von Hp 0 + Zs 1 (Ersatzsignal) in Form einer zusätzlichen, weiß blinkenden Lampe (weiße LED links unten) möglich. Derzeit ist dies jedoch nicht implementiert.

H/V Vorsignal

Pin 7 (gelb oben) X e e .
Pin 8 (grün oben) . X e .
Pin 9 (grün unten) . . X .
SignalbegriffVr0Vr2Vr1(unverändert)
Bild Vorsignal

Die an den Pins 2 bis 6 anliegende Spannung ist für den Vorsignalbegriff nicht relevant, lösen jedoch in der Kombination "Hp0" eine Dunkeltastung aus.

Pin 7 entspricht der gelben LED oben.
Pin 8 entspricht der grünen LED oben.
Pin 9 entspricht den grünen LED unten.
Ein extra Pin für die gelbe LED unten ist nicht nötig, da das Signalbild durch die vorigen drei Anschlüsse bereits eindeutig festgelegt ist.

Die Pinbelegung gilt auch bei Montage eines Vorsignals am Mast eines Hauptsignals.

Die Pins werden so ausgewertet, dass nur gültige Signalstellungen resultieren. Zeigt das Hauptsignal einen Hp0-Begriff, ist das Vorsignal dunkelgetastet.

Der Wechsel von einem Signalbild zum anderen erfolgt vorbildgetreu mit einem langsamen Ausblenden des bisherigen Signalbildes, gefolgt vom Einblenden des neuen Signalbildes.

Sperrsignal

Pin 2 (rot links) X . . . .
Pin 3 (weiß unten) e X . . .
Pin 4 (rot rechts) e e X . .
Pin 5 (weiß oben) e e e X .
SignalbegriffHp0Sh1Hp0Ke (unverändert)
Bild Sperrsignal

Die an den Pins 6 bis 9 anliegende Spannung ist für den Signalbegriff nicht relevant.

Hp0 (früher Sh0) und Sh1 sind die allgemein bekannten Begriffe. Kennlicht (Ke) wird gezeigt, wenn ein Signal aufgestellt ist, um mehrere Züge hintereinander in ein Bahnhofsgleis einfahren zu lassen. Hp0 mit nur einem roten Licht (Bild) wird an elektronischen Stellwerken bei neu aufgestellten Sperrsignalen gezeigt.

Ks Hauptsignale

Pin 2 (rot) X . . . .
Pin 3 (grün) e X e e .
Pin 4 (gelb) e . X e .
Pin 5 (weiß) e . . X .
SignalbegriffHp0Ks1Ks1 + Zs3Sh1(unverändert)
Bild Hauptsignal

Die an den Pins 6, 7, 8 und 9 anliegende Spannung ist für den Hauptsignalbegriff nicht relevant.

Wie die Tabelle zeigt, entspricht Pin 2 der roten LED.
Pin 3 entspricht der grünen LED.
Pin 4 entspricht dem Geschwindigkeitsanzeiger.
Pin 5 entspricht den weißen LEDs.

Die Pinbelegung ist voll kompatibel mit der zuvor beschriebenen Pinbelegung von H/V-Hauptsignalen. Die Ansteuerung des SiDemux ist also identisch, egal ob ein H/V- oder Ks-Signal eingesetzt wird. Die Firmware des Microcontrollers entscheidet, welcher Signaltyp zum Leuchten gebracht wird.

Der Wechsel von einem Signalbild zum anderen erfolgt vorbildgetreu mit einem raschen Ausblenden des bisherigen Signalbildes, gefolgt vom Einblenden des neuen Signalbildes.

Ist keiner der Pins angeschlossen, bleibt der bisherige Signalbegriff stehen.

Technisch wäre auch die Darstellung von Hp 0 + Zs 1 (Ersatzsignal) mittels Blinken der weißen LED links unten möglich. Derzeit ist dies jedoch nicht implementiert.

Ks Vorsignal

Pin 6 (kein Zusatzlicht) . . e X X .
Pin 7 (gelb oben) X e e e e .
Pin 8 (grün oben) . X e . X .
Pin 9 (grün unten) . . X . . .
SignalbegriffKs2Ks1bl + Zs3vKs1Ks2Ks1bl + Zs3v(unverändert)
Bild Vorsignal
(●)
(●)

Die an den Pins 2, 3, 4 und 5 anliegende Spannung ist für den Vorsignalbegriff nicht relevant.

Die Belegung der Pins 7, 8 und 9 ist voll kompatibel mit der zuvor beschriebenen Pinbelegung von H/V-Vorsignalen. Sofern also die Funktion von Pin 6 nicht erforderlich ist, ist die Ansteuerung des SiDemux identisch für ein H/V- oder Ks-Signal. Die Firmware des Microcontrollers entscheidet, welcher Signaltyp zum Leuchten gebracht wird.

Ks Mehrabschnittsignale

Ein Mehrabschnittsignal ist eine Kombination von Hauptsignal und Vorsignal.
Über die Pins 2 bis 5 geben Sie – wie in den Tabellen zuvor beschrieben – die Stellung des Hauptsignals an.
Über die Pins 7 bis 9 geben Sie – wie in den Tabellen zuvor beschrieben – die Stellung des Vorsignals an.
Über den Pin 6 können Sie die Anzeige des Zusatzlichts (verkürzter Abstand) bei entsprechenden Signalkombinationen unterdrücken.
Der SiDemux kombiniert alle Eingänge und zeigt den resultierenden Signalbegriff an.

Pin 2-5 (Hauptsignal) Hp0 Sh1 Ks1 Ks1+Zs3 Ks1 Ks1+Zs3 Ks1 Ks1+Zs3 .
Pin 6 (kein Zusatzlicht) e e X . X . X . X . e e .
Pin 7-9 (Vorsignal) e e Ks2 Ks1bl+Zs3v Ks1 .
Signalbegriff Hp0 Sh1 Ks2 Zs3+
Ks2
 

Ks1bl
+Zs3v
Zs3+
Ks1bl
+Zs3v
Ks1 Zs3+
Ks1
 
(unver­ändert)
Bild Signal
(●)
(●)
(●)
(●)